Freiwillige Feuerwehr Visquard
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Motorsägen – Ausbildung in der Krummhörn

Arbeiten, die mit Motorsägen ausgeführt werden, sind mit einem hohen Gefahrenpotenzial verbunden. Um Unfälle und Gesundheitsschäden zu vermeiden, darf die Gemeinde nur Feuerwehrmitglieder für Arbeiten mit der Motorsäge einsetzen, die persönlich und fachlich geeignet sind.

Die fachliche und persönliche Eignung ist die Grundlage für ein sicheres und unfallfreies Arbeiten mit der Motorsäge. Durch die Benutzung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung wird das Sicherheitsniveau zusätzlich verbessert.

Neben der erforderlichen Mindestschutzausrüstung ist beim Umgang mit Motorsägen zusätzliche spezielle persönliche Schutzausrüstung zur Abwendung besonderer Unfallgefahren beim Umgang mit Motorsägen zu tragen. Hierzu gehören: Gesichtsschutz, (z. B. Helmvisier), Gehörschutz

(z. B. Gehörschutzstöpsel), Schnittschutzhosen mit geprüften rundum laufenden Schnittschutzeinlagen nach Form C. Besonders angepasst für den Umgang mit der Motorsäge ist die Kombination aus „Waldarbeiterhelm“ mit Gehör- und Gesichtsschutz.

 

Arbeiten, die nicht unmittelbar der Gefahrenbeseitigung dienen, sind

grundsätzlich nicht Aufgabe der Feuerwehr.

 

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV hat Ihre Vorschriften zur Erlangung der "Fachkunde zur Durchführung von Baumarbeiten mit der Motorsäge" den steigenden Sicherheitsanforderungen angepasst.  Danach ist die notwendige Fachkunde für die Durchführung von gefährlichen Baumarbeiten mit der Motorsäge nach dem Standard der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung nachzuweisen.

Nach § 7 DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ dürfen Feuerwehrangehörige mit Motorsägearbeiten nur dann eingesetzt  werden, wenn sie in der Lage sind, diese ohne Gefahr für sich oder andere auszuführen.

Das setzt u. a. eine qualifizierte Ausbildung an der Motorsäge voraus.

Minimale Voraussetzung, um Motorsägearbeiten durchzuführen, ist der Lehrgang „Technische Hilfeleistung“, sofern dieser vor dem 01.08.2010 absolviert wurde. Diese Ausbildung genügt, um an Brandobjekten z. B. Holzkonstruktionen zu trennen.

Für Motorsägearbeiten zur Gefahrenabwehr am liegenden Holz waren danach die Module 1 und 2 der GUV-Informationen "Ausbildung – Arbeiten mit der Motorsäge" (GUV-I 8624) erforderlich.

Seit Mai 2014 ist die Ausbildung für Arbeiten mit der Motorsäge in der DGUV Information  214-059 „Ausbildung für Arbeiten mit der Motorsäge und die Durchführung von Baumarbeiten“ neu geregelt worden. Hiernach ist das neue Modul A – Grundlagen der Motorsägenarbeit (16 Unterrichtseinheiten mit je 45 Minuten) minimale Voraussetzung für das Bearbeiten von liegendem Holz im Rahmen der Gefahrenabwehr.

Sollen weiterreichende Aufgaben mit der Motorsäge durchgeführt werden, ist die Ausbildung über das Module A hinaus zu erweitern, z. B. Baumfällung und Aufarbeitung, Arbeiten in Arbeitskörben von Hubarbeitsbühnen und Drehleitern ohne bzw. mit stückweisem Abtragen von Baumteilen.

Die Anforderungen an die Ausbildung (z. B. Mindestanzahl an Schulungen, Höchstteilnehmerzahl pro Schulung) sind ebenfalls in der DGUV Information 214-059 beschrieben.

Durch den Ausbildungsträger ( Gemeinde Krummhörn)  werden jährlich mindestens 30 Teilnehmer aus- oder fortgebildet.

Um all diesen Vorschriften gerecht zu werden, fand am 16. und 23. April eine Ausbildung noch Modul A im Feuerwehrhaus Visquard (theoretischer Teil) und

in der Grimersumer Parkanlage sowie auf dem Bauhof Woquard

(praktischer Teil), statt. Der Lehrgang wurde zusammen mit der

Gemeindeverwaltung, dem Gemeindebrandmeister Joachim Harberts, dem Grimersumer Ortsvorsteher Jürgen Even und mit dem Amt für Bauordnung,

Planung- und Naturschutz in Aurich, abgesprochen. 

In der Parkanlage wurde nur an bereits vom Bauhof gefällten Bäumen

oder an bereits durch den letzten Sturm beschädigten Bäumen gearbeitet.

Ausgebildet wurden Feuerwehrleute aus den Ortsfeuerwehren Visquard,

Manslagt-Pilsum, Loquard-Rysum und Canum- Freepsum von den drei

Ausbildern Stefan Janssen, Wilfried Eilts und Albrecht de Vries.

Lehrgangsschwerpunkte waren die Anforderungen aus Unfallverhütungsvorschriften und Regeln der Unfallversicherungsträger,

Umgang mit Motorsägen und Werkzeugen, Arbeitseinsatz unter Praxisbedingungen z. B. Arbeit am liegenden Holz, sowie Holzbauarbeiten und Fällung von Schwachholz bis 20 cm Brusthöhendurchmesser.

 

Eine personenbezogene Lernerfolgskontrolle der theoretischen und praktischen

Ausbildung erfolgte und alle Teilnehmer des Lehrgangs nahmen erfolgreich daran teil, somit wurden allen Feuerwehrkameraden ihre Teilnahmebescheinigung von den Ausbildern ausgehändigt. Ein nächster Lehrgang für die Krummhörner Feuerwehr ist bereits im Herbst dieses Jahres geplant.

 

Ausbilder v.l.: Wilfried Eilts (Bauhof), Albrecht de Vries (Feuerwehr) und Stefan Janssen (Bauhof).
Lehrgangsteilnehmer und Ausbilder in Grimersum

Motorsägenführer – Unterweisung in Pewsum

 

Am Sonnabend, den 19.11.2016, fand in Pewsum eine Unterweisung für Motorsägenführer der Freiwilligen Feuerwehr Krummhörn statt. Die Unterweisung, die jährlich durchgeführt werden muss, wurde geleitet von den Ausbildern Stefan Janssen, Wilfried Eilts (beide vom Bauhof der Gemeinde Krummhörn) und Albrecht de Vries von der Ortsfeuerwehr Visquard.

Alle Teilnehmer der Unterweisung haben bereits an den Modulen 1 und 2 (seit dem 1.1.2015 in Modul A geändert) der Motorsägen-Ausbildung teilgenommen.

Die theoretische Unterweisung wurde im Schützenhaus Pewsum abgehalten. Zur Lernkontrolle mussten die Teilnehmer jeweils einen Fragebogen mit insgesamt 40 Fragen ausfüllen und beantworten. Der praktische Teil wurde dann auf dem Gelände des Schützenvereins durchgeführt. Hier wurde an mehreren Bäumen umfangreiche Motorsägearbeiten unter Aufsicht der Ausbilder durchgeführt. Die Bäume mussten aus Sicherheitsgründen, in Absprache mit der Gemeinde, gefällt werden und dienten daher als Übungsobjekte.

Es nahmen 16 Feuerwehrleute aus den Ortswehren Visquard, Jennelt – Uttum, Pewsum – Woltzeten, Groothusen – Hamswehrum, Campen – Upleward, Loquard – Rysum teil. Zwei Kameraden der Ortsfeuerwehr Visquard unterstützten den Lehrgang mit der Bereitstellung von Geräten und die nötige Ausrüstung.

Für das leibliche Wohl der Lehrgangsteilnehmer sorgte der Schützenverein Krummhörn in vorbildlicher Weise.